Hauff, Wilhelm: Märchen-Almanach auf das Jahr 1826
  
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Hauffs Märchen waren gedacht als "Märchen für Söhne und Töchter gebildeter Stände" und sind im Original eher für Erwachsene geschrieben als für Kinder, für die es heute viele sinnvoll und gemäßigt bearbeitete Fassungen gibt. Hauff nimmt fast alle geläufigen literarischen Topoi und Klischees seiner Zeit auf, die Darstellungen sind manches Mal erstaunlich brutal und gruselig und Prügel als Strafe gang und gäbe. Er spart nur, mit Rücksicht auf sein Zielpublikum, das Haremsthema aus, so wie auch Erotik generell nicht vorkommt. Hauffs Märchen sind große Bühne, die Sprache für uns heute altertümlich und farbenreich, die Gefühle und Motivationen allesamt mit fast übertriebener Leidenschaft komponiert, so, wie man sich das Morgenland damals vorzustellen pflegte.
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