Bestimmt von dem optimistischen Besserungswillen des Aufklärungszeitalters hält Hebel in den "Kalendergeschichten" den Menschen den Spiegel vor mit der erklärten Absicht, sich zum Guten zu verändern. Suspekte, im Umkreis der Besitzideologie und des Konkurrenzkampfes entwickelte Verhaltensweisen - Gewinnsucht, Geiz, die Neigung zum Übervorteilen und zum blinden Sparen - scheitern am Mutterwitz, an der Klugheit und Geistesgegenwart Einzelner. Gerade diesen Tugenden gilt Hebels Sympathie; er bringt sie in Gestalt überraschender Einfälle oder intelligenter Übertreibung zur Geltung.
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